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Adelebsen (Wanderung)

Rubrik:Wandern
Start:Bahnhof Adelebsen
Streckenverlauf:Bahnhof Adelebsen, Bramburg, Lödingser Wald, Schwülmetal vor Hettensen, Friwohler Kirchruine, Bramburg, Burg Adelebsen, Bahnhof
Ziel:Bahnhof Adelebsen
Länge:17,00 km
Dauer:5 bis 6 Stunden ohne Pause
Besondere Hinweise:Achtung Wanderer! Das Wanderwegenetz im Landkreis Göttingen führt überwiegend über Wirtschaftswege. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf Land- und Forstwirtschaft. Die Benutzung der Wege geschieht auf eigene Gefahr.

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Informationen zur Tour

Auf dem alten Vulkanberg Bramburg befindet sich ein großer Basalt-Steinbruch. Mitten im Wald steht die Friwohler Kirchruine steinerner Rest eines mittelalterlichen Dorfes. Eine beeindruckende Burganlage sehen Sie dann in Adelebsen.

Ortsansicht Adelebsen

Vom Bahnhof Adelebsen wandern Sie hinauf zum Basaltsteinwerk an der Bramburg, vorbei am dortigen Steinbruch. Sie queren den Lödingser Wald und gehen hinab ins Schwülmetal vor Hettensen. Mitten im Wald gelangen Sie zur Friwohler Kirchruine, dem als Wüstung bezeichneten Rest eines mittelalterlichen Dorfes mit 15 Hofstellen. An diesem Ort herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, die man bei einer Rast in Ruhe genießen sollte. Ein Weg am Nordwestrand der Bramburg führt Sie zur Burg Adelebsen. Von dort kehren Sie zum Ausgangspunkt zurück.
Tipps
• Adelebsen: Der schon um 990 in Dokumenten erwähnte Ort wird von einer Burganlage überragt, die auf einem lang gestreckten Sandsteinfelsen erbaut ist. Adelebsen lag damals an einem „Königsweg“: Die Regenten beherrschten ihr Land nicht von einem Ort aus, sondern zogen von einem Königssitz, einer „Pfalz“, zum nächsten. So auch von der Pfalz Grona in Göttingen an die Weser. Dabei nutzen sie Wege, die von Siedlungen und Burgen gesichert wurden, wie den über Adelebsen. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Ihr Hauptturm - unten fünf-, oben sechseckig - ist mit rund 39 Metern einer der mächtigsten Burgtürme des Göttinger Landes. Der Flecken und die Burg Adelebsen wurden im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Der Neuaufbau und spätere Erweiterungen in der Renaissance- und Barockzeit wandelten die Burg zu einem schlossartigen Adelssitz um, der noch heute bewohnt ist.
• Friwohler Kirchruine: Wo heute nur noch die Turmreste einer alten Wehrkirche im Wald stehen, lebten einst 100 bis 150 Menschen in einem kleinen Dorf auf kargem Boden. Wohl im 12. Jahrhundert gegründet, musste es um 1360 wieder verlassen werden. Klimatische Veränderungen mit nassen und kalten Sommern führten zu Hungersnöten und die grassierende Pest rottete große Teile der Bevölkerung aus. Wer Hunger und Seuchen überlebte, siedelte um in günstig gelegene Orte oder zog in die Städte. Es gibt nur wenige Plätze in unserer Region, wo man sich wie hier mit ein wenig Phantasie die ehemalige Besiedlung vorstellen kann.
• Steinarbeitermuseum: Das Museum in Adelebsen zeigt Details aus dem Berufsalltag und dem hartem Leben von Basalt-Arbeitern und ihren Familien. Das Museum ist von April bis Oktober sonntags von 15.00 - 17.00 Uhr geöffnet, ansonsten für Gruppen auch nach Absprache..

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Urheber: Ingo Seifert-Rösing, Wilhelm-Raabe-Str. 15, 37083 Göttingen, E-Mail: seifert-roesing@t-online.de

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