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Wanderung durch das Niemetal zur Ruine Bramburg

Rubrik:Wandern
Start:Löwenhagen, Parkplatz vor der Gasstätte Spießmühle
Streckenverlauf:Löwenhagen, Niemetal, Bursfelde, Bramwald, Bramburg, Köhler-Liesel-Hütte, Steimcketal, Niemetal, Löwenhagen
Ziel:Löwenhagen
Länge:25,00 km
Dauer:6 Stunden / 4 Stunden (kurze Variante)
Besondere Hinweise:Achtung Wanderer! Das Wanderwegenetz im Landkreis Göttingen führt überwiegend über Wirtschaftswege. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf Land- und Forstwirtschaft. Die Benutzung der Wege geschieht auf eigene Gefahr.

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Informationen zur Tour

Rundwanderung durch eines der schönsten Bachtäler des Landkreises Göttingen mit Abstecher zum Kloster Bursfelde. Auf ruhigen Waldpfaden geht es in den Bramwald, wo Wanderhütten Rastmöglichkeiten bieten. Als Ganztagestour geeignet.

Kloster Bursfelde

Die Strecke von Löwenhagen bis nach Bursfelde führt sachte talwärts. Vom Niemetal bis zum Hang des Klingenbergs im Bramwald haben Sie dann auf rund 3 km einen recht mühsamen Anstieg von rund 250 Höhenmetern (von etwa 120 auf rund 370 m). Bis zur Bramburg geht unser Weg dann über mehr als 4 km in Kurven sowie leichten Steigungen und Abstiegen runter auf 200 m, um dann wieder anzusteigen auf den Kamm des Bramwaldes mit 400 m. Danach führt der Weg abwärts zur Nieme auf rund 200 m. Gesamtsteigung und Gefälle mehr als 1.000 Meter.
Bei der kurzen Variante wandern Sie bergan bis zum Klingenberg und dann über den Kamm des Bramwaldes zum Steimcketal. Die rund 1,6 km lange Abkürzungsstrecke steigt im Bramwald nur rund 40 m an und führt dann rund 60 Höhenmeter talwärts
Tipps
Kloster Bursfelde
An der Mündung der Nieme in die Weser liegt das Kloster Bursfelde. Es wurde 1093 gegründet und 1588 als Benediktinerkloster aufgegeben, seitdem ist es lutherisch. Trotz vieler Umbauten in allen Jahrhunderten blieb der romanische Ursprungsbau erhalten. Neben Gottesdiensten finden hier auch Tagungen und Konzerte statt. Das Kloster ist täglich von 10.00 – 18.30 Uhr für Besucher geöffnet.
Niemetal
Seit dem Mittelalter wurde die Nieme wirtschaftlich genutzt. Hier standen einst bis zu zehn Glashütten sowie Mühlen zur Energiegewinnung für Sägewerke und Eisenschmiede. Das Tal wurde in den letzten Jahrzehnten auch intensiv landwirtschaftlich genutzt. Heute führt der Naturpark Münden mit verschiedenen Partnern zahlreiche Naturschutz-Maßnahmen durch, damit sich das Niemetal wieder zu einem naturnahen Lebensraum für Pflanzen und Tiere entwickelt. Der einsetzende Erfolg zeigt sich daran, dass die bedrohten Schwarzstörche und Eisvögel wieder regelmäßig zu beobachten sind.
Bramburg
Die Bramburg wurde im 9. Jahrhundert von Otto von Northeim, Herzog von Sachsen, erbaut und von seinem Sohn Heinrich dem Fetten (= der Reiche) als Schutz für das Kloster Bursfelde ausgebaut. Später wurde die Burg als Sitz von Raubrittern selbst zur Bedrohung für die umliegenden Siedlungen und Handelswege. Sie wurde mehrmals angegriffen und schließlich zerstört. Heute ist nur noch die rund 35 m hohe Turmruine zu sehen, die nach dem Ersten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde, aber leider nicht begehbar ist.
Bramwald
Der Bramwald im Nordosten, der Reinhardswald im Westen und der Kaufunger Wald im Süden bilden einen Mittelgebirgs-Höhenzug, der aus Buntsandstein besteht. Die Flüsse Werra, Fulda und Weser haben sich in diesen Buntsandsteinrücken eingegraben und so eine reizvolle Landschaft geschaffen. Der Bramwald mit dem Wechsel von Wesertal, waldreichem Höhenzug, Bachtälern, Aussichtspunkten und kulturhistorischen Spuren bietet viele Möglichkeiten für reizvolle Wandertouren.

Nieme

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Urheber: Ingo Seifert-Rösing, Wilhelm-Raabe-Str. 15, 37083 Göttingen, E-Mail: seifert-roesing@t-online.de

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