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RITTERGUT BESENHAUSEN (Radtour)

Rubrik:Radfahren
Start:Göttinger Kiessee
Streckenverlauf:Göttingen, Friedland, Reckershausen, Besenhausen, Friedland, Groß Schneen, Ballenhausen, Reinhausen, Diemarden, Gartetal, Göttingen / Geismar.
Ziel:Göttinger Kiessee
Länge:37,00 km
Dauer:2-3 Stunden (ohne Pause)
Besondere Hinweise:Achtung Radfahrer! Das Radwegenetz im Landkreis Göttingen führt überwiegend über Wirtschaftswege. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf Land- und Forstwirtschaft. Die Benutzung der Wege geschieht auf eigene Gefahr.

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Informationen zur Tour

Die Rundfahrt geht vom Göttinger Kiessee, durch das Leinetal, zum Gut Besenhausen bei Friedland und führt über Diemarden durchs Gartetal zum Ausgangspunkt zurück.

Hofcafé im Rittergut

Sie fahren von Göttingen ohne große Steigungen im Leinetal entlang über Friedland, Reckershausen bis zum Rittergut Besenhausen mit Hofcafé und der Handweberei Rosenwinkel. Die Rundfahrt führt Sie weiter über Friedland und Groß-Schneen.

Auf dem Rückweg über Ballenhausen sind auf 2,4 km 40 Höhenmeter zu überwinden und zwischen Reinhausen und Diemarden geht es über eine leichte Anhöhe. Wer mit viel Gepäck oder kleinen Kindern unterwegs ist, und diese Abschnitte meiden will, kann auch eine alternative Rückroute wählen So kann die hinführende Strecke auf dem Leineradweg auch wieder als Rückweg genutzt werden. Wer nicht über Ballenhausen zurück radeln will, fährt weiter parallel zur B 27 oder am Wendebach nach Reinhausen und weiter nach Diemarden.

TIPPS
- Rittergut Besenhausen: Denkmalgeschützte historische Gutshofanlage aus dem 17. Jahrhundert mit Herrenhaus, Park sowie Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Vom 29. Mai bis zum 26. September ist von Mittwoch bis Sonntag ab 11.00 Uhr das Hofcafé geöffnet, mit idyllischen Plätzen unter der Hoflinde, am Hofteich oder in der Stellmacherei. Im Sommer finden hier auch Ausstellungen, Hoffeste und Märkte statt.
- Handweberei Rosenwinkel: Die Handweberei wurde 1992 als sozialer Betrieb gegründet. Inzwischen werden die hier gefertigten Schals, Decken, Kissen und Kleidungsstücke in die ganze Welt geliefert. Die schönen Webarbeiten haben schon verschiedene Designpreise bekommen und können in der Verkaufsgalerie zu Werkstattpreisen erworben werden. In der Werkstatt kann man den Webern und Weberinnen bei der Arbeit zuschauen (Gruppen bitte anmelden). Ist das Hofcafé des Rittergutes geschlossen, gibt es zu den Öffnungszeiten in der Weberei Kaffee, Tee und Kuchen.
- Kloster Reinhausen: Reinhausen liegt landschaftlich sehr reizvoll im Wendebachtal. Viele Häuser sind direkt in den Buntsandstein gebaut. Besonders beeindruckend ist dies im Ostteil des Dorfes, wo der senkrecht aufsteigende Bielstein direkt bis an die Straße ragt. Im Mittelalter wurden hier verschiedene Zeichen und Nischen in den Fels gemeißelt. Ein Kreuz in einem Kreis, ein so genanntes Scheibenkreuz, weist darauf hin, dass in der Umgebung Menschen eines unnatürlichen Todes gestorben sind. Sie wurden ermordet oder kamen durch einen Unfall ums Leben. Um zu dokumentieren, dass ihr Tod gesühnt worden ist, wurden diese Scheibenkreuze in den Fels geschlagen. Über Reinhausen erhebt sich die ehemalige Burg- und Klosterkirche mit ihren beiden imposanten Kirchtürmen. Im 11. Jahrhundert wurde der ursprüngliche Wohnsitz der Grafen von Reinhausen in ein Benediktinerkloster umgewandelt. Die aus Buntsandstein errichtete Kirche wurde mehrmals umgebaut. So hat sich zwar der ursprüngliche Zustand verändert, aber die romanische Bauweise ist noch deutlich zu erkennen. Sehenswert im Inneren der Kirche sind die Fresken aus der Zeit um 1400 mit Motiven der Christopheruslegende, der liegende Löwe mit der menschlichen Gesichtsmaske sowie der Flügelaltar aus der Zeit um 1500.
- Gartetal: Die Garte entspringt südöstlich von Weißenborn an der Thüringer Landesgrenze und fließt Richtung Westen zur Leine. Bei Diemarden hat sie sich in Jahrtausenden einen Durchbruch hinunter zum Leinetal geschaffen. In diesem relativ engen Tal zwischen Diemardener Berg und Wüster Berg fließt sie durch ein landschaftlich sehr reizvolles Gebiet. Der parallel verlaufende Radweg führt hier entlang eines Landschaftsschutzgebietes mit wertvollen Kalkmagerrasen und Streuobstwiesen. Unter Anleitung von Naturschutzfachleuten lassen Landwirte hier ihre Rinder als „Landschaftspfleger“ grasen. Sie verhindern, dass die Flächen verbuschen und erhalten so die schützenswerten Lebensräume von Orchideen, Enzianen und Schlüsselblumen. Das Gartetal war auch früher schon bei Ausflüglern sehr beliebt. Von 1897 bis 1958 schnaufte die Gartetal-Bahn vom Göttinger Bahnhof bis nach Rittmarshausen. Sie diente als Transportmittel für Landwirtschaft und Dorfbewohner, brachte aber auch Sonntagsausflügler in das Umland von Göttingen. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern konnten die Reisenden entspannt den Blick auf die Garte genießen. Damals lockten noch zahlreiche Wirtshäuser die Besucher, heute sind die Gasthöfe in den Dörfern leider rar geworden.

Rittergut Besenhausen

Carpet

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Urheber: Ingo Seifert-Rösing, Wilhelm-Raabe-Str. 15, 37083 Göttingen, E-Mail: seifert-roesing@t-online.de

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